Maleachi 1,1–3,24 (ELB)
1 Ausspruch, Wort des Herrn, an Israel durch Maleachi. 2 Ich habe euch geliebt, spricht der Herr. Aber ihr sagt: Worin hast du uns geliebt? Hatte Jakob nicht einen Bruder Esau?, spricht der Herr. Und ich habe Jakob geliebt; 3 Esau aber habe ich gehasst, und ich habe seine Berge zum Ödland gemacht und seinen Erbbesitz den Schakalen der Steppe ⟨überlassen⟩. 4 Wenn Edom sagt: Wir sind zerschmettert, werden aber die Trümmerstätten wieder aufbauen, so spricht der Herr der Heerscharen: Sie werden bauen, ich aber werde niederreißen. Und man wird sie nennen »Gebiet der Gottlosigkeit« und »Das Volk, das der Herr bis in Ewigkeit verwünscht hat«. 5 Und eure Augen werden es sehen, und ihr selbst werdet sagen: Groß erweist sich der Herr über das Gebiet Israels hinaus!
Gott zeigt seine Liebe zu Israel (Jakob) indem er seinen Hass zu Esau als Kontrast darstellt.
Gott hat Israel eine herausragende Stellung gegenüber allen anderen Nationen gegeben
6 Ein Sohn ehrt den Vater und ein Knecht seinen Herrn. Wenn ich nun Vater bin, wo ist meine Ehre? Und wenn ich Herr bin, wo ist meine Furcht?, spricht der Herr der Heerscharen zu euch, ihr Priester, die ihr meinen Namen verachtet. Doch ihr sagt: »Womit haben wir deinen Namen verachtet?« 7 ⟨Ihr,⟩ die ihr unreine Speise auf meinem Altar darbringt. Doch ihr sagt: »Womit haben wir dich unrein gemacht?« Indem ihr sagt: Der Tisch des Herrn, den kann man verachten. 8 Auch wenn ihr Blindes darbringt, um es als Opfer zu schlachten, ist es ⟨für euch⟩ nichts Böses; und wenn ihr Lahmes und Krankes darbringt, ist es ⟨für euch⟩ nichts Böses. Bring es doch deinem Statthalter! Wird er Gefallen an dir haben oder dein Angesicht erheben?, spricht der Herr der Heerscharen. 9 Und nun, besänftigt doch Gott, dass er uns gnädig ist! ⟨Wenn⟩ so etwas von eurer Hand geschieht, wird er ⟨da⟩ euretwegen das Angesicht erheben?, spricht der Herr der Heerscharen. 10 Wäre doch nur einer unter euch, der die beiden Torflügel zuschlösse, damit ihr nicht umsonst auf meinem Altar Feuer anzündet! Ich habe kein Gefallen an euch, spricht der Herr der Heerscharen, und an einer Opfergabe aus eurer Hand habe ich kein Wohlgefallen. 11 Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang ist mein Name groß unter den Nationen. Und an allerlei Orten lässt man ⟨Opfer⟩rauch aufsteigen und bringt meinem Namen ⟨Gaben⟩ dar, und zwar reine Opfergaben. Denn mein Name ist groß unter den Nationen, spricht der Herr der Heerscharen. 12 Ihr aber seid es, die ihn entweihen, indem ihr sagt: Der Tisch des Herrn, der kann unrein gemacht werden, und die Gabe für ihn, seine Speise, kann verächtlich behandelt werden. 13 Und ihr sagt: Siehe, welche Mühsal! Und ihr missachtet ihn, spricht der Herr der Heerscharen, und bringt Geraubtes herbei und das Lahme und Kranke; so bringt ihr die Opfergabe. Soll ich Gefallen haben an dem, ⟨was⟩ von eurer Hand ⟨kommt⟩?, spricht der Herr. 14 Aber verflucht sei, wer betrügt: Da gibt es in seiner Herde ein männliches ⟨Tier⟩, und er gelobt ⟨es⟩, schlachtet aber ⟨dann⟩ für den Herrn ein verdorbenes! – Denn ein großer König bin ich, spricht der Herr der Heerscharen, und mein Name ist gefürchtet unter den Nationen.
Gott vermisst Ehre(6) und Furcht(6).
Israel verachtet sogar Gott durch seine unreinen und Lahmen Opfer(7-8).
Darum hat Gott auch keinen Gefallen an Israels Verhalten(10)
Selbst die Nationen fürchten Gott mehr als Israel(11.14)
2,1 Und nun für euch, ihr Priester, dieses Gebot! 2 Wenn ihr nicht hört und wenn ihr ⟨es euch⟩ nicht zu Herzen nehmt, meinem Namen Ehre zu geben, spricht der Herr der Heerscharen, dann sende ich den Fluch unter euch und verfluche eure Segensgaben; ja, ich habe sie schon verflucht, weil ihr es nicht zu Herzen nehmt. 3 Siehe, ich bedrohe euch die Saat und streue Mist auf euer Gesicht, den Mist eurer Feste; und man wird euch zu ihm hintragen.
Gott droht den Priestern, wenn sie ihm nicht Ehre geben, dann wird er sie verfluchen.
(Num 3,45)... und die Leviten sollen mir gehören, mir, dem HERRN!
4 So werdet ihr erkennen, dass ich dieses Gebot zu euch gesandt habe, damit mein Bund mit Levi ⟨gültig⟩ bleibt, spricht der Herr der Heerscharen. 5 Mein Bund mit ihm war das Leben und der Friede; und ich gab sie ihm. ⟨Er war⟩ Furcht, und er fürchtete mich, und vor meinem Namen erschauerte er. 6 Zuverlässige Weisung war in seinem Mund, und Unrecht fand sich nicht auf seinen Lippen. In Frieden und Geradheit lebte er mit mir, und viele brachte er zur Umkehr von Schuld.
7 Denn die Lippen des Priesters sollen Erkenntnis bewahren, und Weisung sucht man aus seinem Mund; denn er ist ein Bote des Herrn der Heerscharen.
8 Ihr aber, ihr seid abgewichen vom Weg, ihr habt viele durch ⟨falsche⟩ Weisung zu Fall gebracht, habt den Bund Levis gebrochen, spricht der Herr der Heerscharen. 9 So habe denn auch ich euch verächtlich und niedrig gemacht für das ganze Volk, weil ihr meine Wege nicht beachtet und die Person anseht, wenn ihr Weisung gebt.
Sie sollen sich ein Vorbild an Levi nehmen. Levi ist Vorbildlich in:
10 Haben wir nicht alle einen Vater? Hat nicht ein Gott uns geschaffen? Warum handeln wir treulos aneinander, um den Bund unserer Väter zu entweihen? 11 Juda hat treulos gehandelt, und ein Gräuel ist in Israel und in Jerusalem verübt worden; denn Juda hat das Heiligtum des Herrn entweiht, das er liebt, und hat die Tochter eines ausländischen Gottes geheiratet. 12 Dem Mann, der das tut, wird der Herr ⟨alles⟩ ausrotten, was lebt und antwortet, aus den Zelten Jakobs, ⟨selbst⟩ wenn er dem Herrn der Heerscharen eine Opfergabe darbringt.
Gott sind Mischehen ein Gräuel
13 Und zweitens tut ihr dies: Ihr bedeckt mit Tränen den Altar des Herrn, mit Weinen und Stöhnen, weil er sich ⟨eurer⟩ Opfergabe nicht mehr zuwendet und sie ⟨nicht mehr⟩ mit Wohlgefallen aus eurer Hand annimmt. 14 Ihr sagt: Weswegen? Deswegen weil der Herr Zeuge gewesen ist zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an der du treulos gehandelt hast, wo sie ⟨doch⟩ deine Gefährtin ist und die Frau deines Bundes. 15 Und hat er sie nicht zu Einem gemacht? Zu einem Fleisch, in dem Geist ist. Und was erstrebt das Eine? Nachkommenschaft von Gott. So hütet euch bei eurem Leben! Und an der Frau deiner Jugend handle nicht treulos! 16 Denn er hasst Scheidung, hat der Herr, der Gott Israels, gesagt, und dass man sein Gewand mit Gewalttat bedeckt, spricht der Herr der Heerscharen. So hütet euch bei eurem Leben und handelt nicht treulos!
Gott hasst Scheidung
17 Ihr ermüdet den Herrn mit euren Worten. Doch ihr sagt: Womit ermüden wir ihn? – Damit dass ihr sagt: Jeder, der Böses tut, ist gut in den Augen des Herrn, und an solchen hat er Gefallen; oder: Wo ist der Gott des Gerichts?
3,1 Siehe, ich sende meinen Boten und er wird den Weg vor mir her bereiten. Und plötzlich kommt zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr herbeiwünscht, siehe, er kommt, spricht der Herr der Heerscharen. 2 Wer aber kann den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen? Denn er wird wie das Feuer eines Schmelzers und wie das Laugensalz von Wäschern sein.
3 Und er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen, und er wird die Söhne Levi reinigen und sie läutern wie Gold und wie Silber, sodass sie ⟨Männer⟩ werden, die dem Herrn Opfergaben in Gerechtigkeit darbringen. 4 Dann wird die Opfergabe Judas und Jerusalems dem Herrn angenehm sein, wie in den Tagen der Vorzeit und wie in den Jahren der Vergangenheit.
5 Und ich werde an euch herantreten zum Gericht und werde ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die falsch Schwörenden und gegen solche, die den Lohn des Tagelöhners ⟨drücken⟩, die Witwe und die Waise unterdrücken und den Fremden wegdrängen und die mich nicht fürchten, spricht der Herr der Heerscharen.